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Mittwoch, 30. September 2015

Mehr Jugend unter den fünf Ringen - zum Bericht der Kleinen Zeitung vom 1.10.2015

Baseball, Sportklettern, Karate sind in der Auswahl für 2020. Was verbindet all diese Sportarten? Sie waren alle Teil des Programms der World Games 2013 in Cali, Kolumbien.
Die World Games als Sportveranstaltung für alle vom IOC anerkannten, aber nicht bei den Olympia vertretenen Sportarten mausert sich mehr und mehr zur bedeutenden Vorfeldveranstaltung der Olympischen Spiele.
Einige Teilnehmer in Rio haben dort ihre internationalen Auftritte und ihre Erfahrungen machen können - so die Bogenschützin Laurence Baldauf - und waren begeistert. „Das war unglaublich. Man hat sich gefühlt wie ein Star“. 
2017 werden die World Games in Wroclaw, Polen durchgeführt, wie immer ein Jahr nach den Olympischen Spielen.
Tauziehen wird dort vertreten sein,  wie Flossenschwimmen, Tanzsport, Sportklettern, Frisbee, Faustball oder Wushu. 
Und bevor jetzt jemand meinen sollte, dies wären ja keine Sportarten, soll sich diese einmal ansehen, oder noch besser selber versuchen. Denn Sportklettern hat ebensowenig etwas zu tun mit Baumkraxln, wie Tanzsport mit einem Walzer bei einer Hochzeit, oder Frisbee mit dem Zuwerfen der Scheibe am Strand!
Was den World Games aber sicherlich fehlt, ist die umfangreiche Berichterstattung durch die Medien.
Dr. Klaus Höllbacher

Beauftragter der AGNOFV für die World Games 2017

Militärbasis erobert

Kurz nach der Eroberung von Kundus, fiel eine weiterer Militärbasis an die Taliban. Die Soldaten hätten sich - laut Medienberichten - gegen die Herausgabe von Waffen und Munition ergeben.
Dies zeigt die Unmöglichkeit in der bisherigen Situation mit  örtlichen Soldaten in Afghanistan, aber auch in Syrien, den Krieg gegen die Taliban oder die IS zu gewinnen. Vor allem in Afghanistan scheint der „Schrecken“ der Taliban nicht ganz so groß zu sein. Nicht groß genug, um eine Wiedereroberung des Landes durch die Taliban verhindern zu wollen. Einige kurze Jahre der „beginnenden Demokratisierung“ reichen nicht aus, um die Ideen der Demokratie zu verwurzelt. Kombiniert mit dem Fehlen einer „islamischen Demokratie“, einer Verwurzelung demokratischer Werte in der Religion, der Unterstützung derselben durch hohe und niedrige Geistliche, wird es keinen demokratischen Staat Afghanistan ohne fremde Truppen geben.
Die Aufrechterhaltung der Kontrolle durch Truppen aus den westlichen Ländern - in Zukunft vielleicht auch Chinas - wird aber die Widerstandsbewegungen stärken, denn wer lässt schon gerne fremde Truppe in seinem Land regieren. Einmal ganz abgesehen von Kosten bzw. Akzeptanz in der übrigen Welt.
So scheint die Lage aussichtslos und die Argumentation „überlassen wir die Länder doch sich selbst“ bisweilen schlüssig.
Nur dies bringt weitere Unruheherde an den Grenzen, Expansionsgelüste ebenso, wie die religiös motivierten „Welteroberungsgedanken“ des IS.

Also was tun? Welche Lösungen kann es geben?  Oder gibt es keine?

Dienstag, 29. September 2015

Die Ängste sind groß! Gehen wir sie offen an!

„Wir sind aber zwei Kopftuchfrauen!“ Diese Aussage am Telefon bei der Anmeldung zu einem Kinderkurs brachte mich ein wenig zum Nachdenken. Nicht, dass ich nicht nachdenke, aber hier ging es wieder um einen neues Aspekt, den ich so noch nie „behirnt“ hatte.
Alleine die Aussage zeigt uns, dass wir noch weit entfernt sind von einer Integration und für uns das Tragen eines Kopftuches fremd und unbekannt wirkt. Alles was uns fremd ist, wird zuerst - ganz automatisch - abgelehnt. Dies passiert nicht nur uns - westlich orientierten Personen. Genau so geht es Menschen aus anderen Kulturkreisen, wenn sie z.B. erstmalig Mädchen im Minirock sehen.
Diese Angst vor dem Untergang des Abendlandes, oder Morgenlandes müssen wir akzeptieren, von beiden Seiten. Aber genau so, müssen wir gegenseitigen Respekt verlangen und versuchen die Angst zu überwinden. Niemand beleidigt meine österreichischen Wurzeln nur weil er, respektive sie, ein Kopftuch trägt. Aber niemand beleidigt auch einen Muslim, wenn er, respektive sie, einen Minirock trägt.
Denn hier beginnt und endet unser Europa. Nicht Geographie, sondern unsere grundlegenden Werte bestimmen Europa. Toleranz, Akzeptanz, Gleichstellung, Rechtssicherheit, Humanität, Religionsfreiheit.
Werte die über der persönlichen Religion zu stehen haben, für ALLE!
Wir müssen sie leben, vermitteln und klar machen, dass diese unveräusserlich sind.
Gerade die, die jetzt kommen, als Asylwerber und Flüchtlinge, wollen frei und akzeptiert sein, ihre Religion ausüben, Rechtssicherheit haben und human behandelt werden.
Diese Werte zu leben und Ihnen zu zeigen, dass wir unsere Werte auch im realen Leben umsetzen ist unsere gegenwärtige Aufgabe. Dies verstanden zu haben und in Ihr Weltbild und ihre Religion einzubauen ist deren Zukunftsaufgabe.

Scheitern wir, können wir die Übernahme unserer Werte nur schwer verlangen. Scheitern sie, haben sie in Europa keinen Platz, auch dies muss klar sein.

Das große Friedensprojekt Europa ist in Gefahr

Zweifelsfrei ist Europa noch nicht dort wo es eigentlich sein sollte.
Unbestritten ist das Versagen der Politik im Großen in Europa.
Und eindeutig sind die Zustände in Flüchtlingslagern, der Transport der Menschen von Schleppern ein Armutszeugnis sondergleichen.
Aber trotz allem Versagens ist Europa - das Europa des 21. Jahrhundert - ein Erfolgsmodell. Wir sind - angesichts der kurzen Zeit, die Europa als Gemeinschaftsprojekt existiert - schon sehr weit gekommen. Wir haben viel erreicht, wer haben Grenzen eingerissen, Grenzkontrollen aufgelassen und gelernt uns zu respektieren.
Jetzt gilt es unser Erbe - auf dass wir so stolz sind - den Nationalstaat zu Grabe zu tragen. Wir müssen zurück zum Stand vor der Nationalstaaten. Die Grenzen müssen nicht nur auf der Landkarte verschwinden, sondern vor allem in unseren Köpfen. 
Da leben Österreicher und Slowenen gerade einmal 20 m - über die Mur - nebeneinander und verstehen einander nicht. Da leben Deutsche und Polen nur 20 m entfernt und verstehen einander nicht! Doch es gibt auch Gegenden mit Vorbildwirkung, Südtirol, Istrien um nur zwei zu nennen. Hier funktioniert zumindest sprachlich ein Miteinander und ein miteinander Reden erleichtert das gegenseitige Verständnis. Man spricht zwei oder drei Sprachen, ist in 2 oder drei Kulturen und respektiert einandern.

Es wird Zeit dies als Vorbild für alle Grenzregionen zu nehmen und die Beispiele zum Allgemeingut werden zu lassen. Kein kleinliches der Ort darf nur in einer Sprache benannt werden, gute und schlechte Menschen gibt es in jedem Land!

Donnerstag, 24. September 2015

Klausuliert: Das neue Jahrtausend?

Klausuliert: Das neue Jahrtausend?: Flüchtlinge in Europa, Helfer in den Lagern, Grenzzäune in Ungarn, Schießbefehl, Demonstrationen gegen Rassismus….. Veränderung! Ängste! ...

Mittwoch, 23. September 2015

Das neue Jahrtausend?

Flüchtlinge in Europa, Helfer in den Lagern, Grenzzäune in Ungarn, Schießbefehl, Demonstrationen gegen Rassismus…..
Veränderung! Ängste! Hoffnungen! Möglichkeiten!
Anscheinend wird uns erst jetzt durch die direkte Betroffenheit klar, dass mit dem „arabischen Frühling“ ein neues Jahrtausend eingeläutet wurde.
Bisher waren diese Veränderungen weit weg, nur bekannt aus dem Fernsehen. Man schottete sich ab, vergnügte sich den Resorts. Nichts dagegen zu sagen, aber wir haben die Dimensionen unterschätzt und die Auswirkungen auf uns.
Es kommen nicht nur Flüchtlinge zu uns, die wir irgendwie integrieren, zurückschicken oder weiterleiten müssen.
Unsere Gesellschaft wird sich nicht verändern, sie hat sich schon verändert. Sie spaltet sich derzeit in „Gutmenschen“ und „Rassisten“. Beides keine zutreffende Begriffe und nicht dazu geeignet die entstehenden Gegensätze aufzulösen.
Dadurch ist die Politik gefordert, gefordert einen Lösungsansatz aufzuzeigen.
Die Ängste wachsen, die Zahl der Helfer ist aber ebenso gestiegen. Viele, die sich bisher nicht geoutet habe, helfen in den Übergangslagern, engagieren sich! Haßpostings nehmen ebenso zu, wie Solidatitäspostings. 
Über die Parteigrenzen der SPÖ, ÖVP und der Grünen hinweg herrscht in der Basis der Gedanke der Hilfe vor. Alleine die FPÖ verweigert diese und bedient die alten Klischees des „Mia san mia“. Somit kann nur von den erstgenannten Parteien eine Lösung kommen, eine die nicht auf Parteipolitik fußt, sondern auf Verstand und Engagement. 
Wir haben gesehen, dass die Menschen bereit sind sich zu engagieren, sich einzusetzen, Ihre Zeit zu opfern. Etwas, dass alle Parteien vermissen, gerade bei der jüngeren Generation, die bei der Hilfe einen großen Anteil gestellt hat.

Diese weiterhin in den gesellschaftlichen Prozess der Meinungsbildung und damit der Politik einzubinden und eine neue Form der Politik des 21. Jahrhundert zu finden sollte unser Ziel sein. Ein gemeinsamer Think Tank der besten Köpfe sollte den Wegweiser in die Zukunft gestalten.

Wir denken in Kategorien des 19. Jahrhunderts

Smartphone, 3-D am Bildschirm, GPS, Navigationssystem…. wir leben im Zeitalter der Technologie. Immer neuere, immer leistungsfähigere Werkzeuge stehen uns zur Verfügung und trotzdem blieb unser Denken in den Kategorien des 19., ja teilweise des 15. Jahrhunderts hängen.
Vieles, was wir glauben zu wissen, hält keiner Überprüfung stand. Überliefertes „Wissen“, ist oftmals aus vergangener Zeit. Was wir in der Schule gelernt haben ist meist weniger präsent, als was unsere Großeltern oder Urgroßeltern - überliefert von Generation zu Generation - weiter gegeben haben.
Dies beginnt bei der Physik - was fällt schneller eine Kugel Blei oder eine Kugel gefüllt mit Luft, gleich groß - und endet mit den faulen Afrikanern und fleißigen Deutschen.
Eine dieser Vorstellungen aus der Vergangenheit verhindert z.B. auch eine Einigung im Nahen Osten. „Je größer ein Staat ist, desto erfolgreicher ist er.“
Russland hat mehr als Slowenien, Österreich mehr als Luxemburg und die Türkei mehr als Griechenland. Eine Vorstellung, die heute nur mehr geringe Bedeutung hat. Weder der Einfluss eines Staates, noch der Wohlstand seiner Bevölkerung hängen direkt mit seiner Größe zusammen. So hat Singapur hat ein deutlich höheres pro Kopf Einkommen, als Indien, von Monaco brauchen wir gar nicht zu reden.
Der Wohlstand wird in Zukunft wohl eher von der durchschnittlichen Bildung seiner Bevölkerung abhängen und nicht von territorialen Dimensionen. Streitigkeiten um Grenzen sind verschwendete Zeit und Ressourcen - ich spreche hier nicht davon den Staat in seiner territorialen Dimension abzuschaffen!
Dieses Geld sollten besser in den Aufbau von Bildungseinrichtungen, Forschungseinrichtungen, Universitäten und Infrastruktur investiert werden.
Sollte es Europa gelingen die Flüchtlingsfrage in den nächsten Monaten und Jahren  erfolgreich zu lösen, kann dies somit die Zukunft unseres Kontinentes nicht nur sichern, sondern seine Stellung in der Welt steigern.

Sehen wir also die Flüchtlinge als eine Chance für uns und unsere Wirtschaft und nicht als Bedrohung. Denn was wollen diese Flüchtlinge denn? Ein gutes Leben für dich und ihre Kinder, keinen Krieg, keine Armut, keinen Hunger. Daher werden auch sie auch weiteren Aufbau unserer Länder mitarbeiten.

Freitag, 18. September 2015

Deutschland versinkt im Chaos!!!!

Wie ich vor kurzem erfahren habe kursieren diese und andere ähnliche Meldungen derzeit in einigen Ostländern. Vor Reisen in den Westen wird gewarnt, vor allem nach Deutschland. Durch die Medien wird eine Art Reisewarnung verbreitet, die die Angst vor einer Flüchtlingsüberschwemmung Deutschlands suggeriert.
Jugendliche Sportgruppen trauen sich nicht zu Veranstaltungen nach Deutschland zu fahren. Eltern haben Angst die Jugendlichen kommen hier in Bedrängnis.
Die EU muss nicht nur im Innenverhältnis arbeiten, sondern auch Länder einbinden, die unsere entfernteren Nachbarn sind. Medienberichte über die große Zahl der Flüchtlinge bringen zwar einerseitst viele Helfer zur Unterstützung, sondern auch eine große Angst. Ist diese vielleicht bei Inländern noch verständlich, so steht man fassungslos da, wenn Ängste im Ausland dargestellt werden die gar nicht existieren.
Es gilt die Zahl der Flüchtlinge ins richtige Verhältnis zu setzen, dringend, bevor weitere Horrormeldungen um die Welt gehen.

Mittwoch, 16. September 2015

50+, Best Ager, Senioren, Silver Surfer, ….

Jede Menge an Bezeichnungen und keine trifft wirklich zu! Der Versuch die uneinheitliche Gruppe - eigentlich kann man sie gar nicht als Gruppe bezeichnen - unter einen Hut zu bringen, ist zum Scheitern verurteilt.
Fühlt man sich doch mit 52 noch absolut fit, kann oft problemlos mit 35 jährigen mithalten, so kann sich dies innerhalb kurzer Zeit extrem verändern. Man merkt die ersten Wehwehchen, ohne dies als Einschränkung zu sehen, wird sich aber bewusst, dass nicht mehr alles möglich ist.
Manche 70 Jährige sind geistig fit wie Jugendliche - aber mit mehr Erfahrung - manchen 45 Jährige so alt wie ihre eigenen Großeltern.
Zu keiner Zeit hat sich die geistige und körperliche Verfassung so wenig am Alter orientiert wie heute. Es wird Zeit, dem Rechnung zu tragen und allen Altersgruppen den Zugang zu neuen Berufen, Einkommensmöglichkeiten, Zeiteinteilung und politischen Ämtern zu ermöglichen.
Weder Jugend alleine, noch Seniorität, kann ein Entscheidungskriterium für Positionen und Möglichkeiten sein.
Genauso wenig sollten sich Senioren an Ämter klammern. Wir brauchen die Möglichkeit für Junge sich zu beweisen und für Ältere sich einzubringen. Hier fehlen die Modelle in Österreich. Erfolgreiche System der freiwilligen Mitarbeit in anglikanischen Ländern warten noch auf die Umsetzung.

Gerade jetzt in der Freiwilligenarbeit mit den Flüchtlingen sieht man alle Altersgruppen vereint, sowohl auf der einen als auch der anderen Seite. Es geht also auch miteinander!!!

Montag, 14. September 2015

Wir wollen helfen, aber alle wollen nach Deutschland

„Walle, walle manche Strecke, dass zum Zwecke Wasser fließe…“ der Zauberlehrling hat gesprochen und wird der Flut nicht mehr Herr! Tausende kommen, angetrieben von der Hoffnung Deutschland. Verständlich, aber Deutschland braucht eine Pause. Hoffentlich nur eine Verschnaufpause, denn gerade erst einmal die ersten 10 min des Spiels haben begonnen. Die Flüchtlinge sind in Österreich gestrandet und wollen weiter, nicht hier bleiben. Manche wollen vielleicht noch nach Schweden, da dort Verwandte, Freunde untergekommen sind, aber Österreich?
Wollen wir die Flüchtlinge Europa verteilen, ohne sofort wieder eine Wanderbewegung auszulösen, wird es Zeit den Flüchtlingen in den Quartieren die Möglichkeiten in Österreich und den anderen EU Ländern klar zu machen.
So eigenartig es klingen mag, wir werden alle - außer Deutschland - um die Flüchtlinge werben müssen. Eine Verteilungsquote ist wichtig, gut und notwendig, aber wer bleibt in einem Land in dem er nicht sein will! Die freundliche Aufnahme bei uns ist ein erster Schritt, aber wir müssen den Nächsten setzen, sonst haben wir 5.000 Flüchtlinge in Salzburg, die über die Grenze wollen. Und die hält keiner auf, ohne dass es ein Drama gibt!

Sonntag, 13. September 2015

Die Politik der alten Männer!

Auf der einen Seite ein Außenminister, der gefordert durch die Entwicklungen Klartext redet, der die Herausforderung der Zeit annimmt und versucht danach zu handeln. Auf der anderen Seite ein Sozialminister - ein möglicher Präsidentschaftskandidat - der genervt wirkt, die meisten Argument versucht herunter zu spielen, alles nach dem Grundsatz „warten wir einmal ab, wird nicht so schlimm“.
Die Bevölkerung in Österreich erwartet sich ein aktives Angehen der Probleme und Herausforderungen, kein „Aussitzen“ abwarten, nach der Methode „Insel der Seeligen“.
Sozialisiert in einer Zeit, wo alles gut war, sitzen leider zu viele genervte alte Männer an Schalthebeln der Macht, die eine aktive Politik mit Blick in die Zukunft verhindern. Und hier ist der Begriff „Alte Männer“ nicht mit dem Alter gleich zu setzen, sondern mit einer grundlegenden Einstellung des Beharren und des „aber es war früher schon so, also wird es auch jetzt so sein“.

Wenn wir in Österreich bestehen wollen und alles, was uns die Zukunft so bringt, meistern wollen, bedarf es mehr als eines Abwartens! Es braucht unverbrauchte Personen - egal ob Frau oder mann, jung oder alt -Personen, die den Blick in die Zukunft gerichtet haben und bereit sind auch Verantwortung für Ihr Handeln zu übernehmen, denn alles hat Konsequenzen auch nichts tun!

Und jetzt?

Deutschland macht die Grenzen dicht, Ungarn ebenso, Tschechien überwacht seine Grenzen ab sofort intensiver. Die Züge nach Deutschland sind eingestellt, nicht einmal über das Deutsche Eck wird gefahren! 
Was bedeutet dies nun für uns, für Österreich?
Zuerst einmal einen großen Andrang an Flüchtlingen, die im Glauben nach Deutschland zu kommen in Österreich stranden werden. Gedrängt von der Hoffnung in Deutschland ein besseres Leben zu führen, wird Ihr Traum Deutschland bleiben. Und dahinter drängen Tausende weiter.
Eine gemeinsame Strategie mit Ungarn ist leider an den diplomatischen Fähigkeiten des Bundeskanzlers gescheitert, nun gilt es diese zumindest mit Slowenien, mit Kroatien und Serbien abzustimmen. Macht Österreich auch die Grenzen dicht, wird die Route über Kroatien, Slowenien und Serbien laufen. Auch diese Länder haben nur eine beschränkte Kapazität und noch weniger Mittel als wir. Auch sie werden die Grenzen dicht machen müssen.
Der Effekt! Wir gehen zurück auf ein wie es der Außenminister nannte „Europa der Steinzeit“. Schengen ist de facto außer Kraft, alle Grenzen werden überwacht, alle schotten sich ab, Europa zurück zu den Nationalitäten!
Wir müssen dringen raus aus dieser Perspektive. Europa muss handeln, will es diese Aufgabe meistern und nicht nur aussitzen. Außengrenzen überwachen ja, aber auch direkt an den Grenzen EU Behörden, die entscheiden wer kann kommen und wer geht wohin. Eine gemeinsame Flüchtlingspolitik, eine gemeinsame Politik der Unterstützung in den Flüchtlingslagern außerhalb Europas und eine gemeinsame militärische Unterstützung zur Befriedung der Gebiete sind die Voraussetzung.

Dann wird man sich überlegen müssen, wie manFlüchtlinge integriert und zwar überall in Europa, verteilt mit gleichen Bedingungen, womit wir bei der nächsten Herausforderung sind, einem Europa der gemeinsamen Fiskal- und Sozialpolitik!

Montag, 7. September 2015

Nutzen wir alle Ressourcen unserer neuen Mitbürger?

„Grüß Gott war alles, was sich konnte“ ist die Aussage von Ivan Blotni in einem Interview in den Salzburger Nachrichten vor einigen Wochen. Er kam nach Österreich aufgrund des Krieges in Bosnien. Er war 13 Jahre als er seine Heimat verlassen musste, lernte die neue Sprache, machte Lehre, Meisterprüfung und ist jetzt mit 35 Jahren erfolgreich ein Teil unseres Landes. Sein Sohn lernt neben seiner neuen Heimatsprache Deutsch noch Kroatisch und Ukrainisch, da sein Urgroßvater aus der Ukraine ursprünglich nach Bosnien kam.
Ein Beispiel nicht nur für Integration, sondern auch für eine Bereicherung unserer Gesellschaft. Davon gibt es aber nicht nur eine Person im ganzen Bundesland Salzburg, nein eine Vielzahl im ganzen Bundesgebiet. Mitbürger, die mehrere Sprachen sprechen und in unterschiedlichen Kulturen zuhause sind.
Brückenbauer, die beide Kulturen verstehen und mit ihnen muttersprachlich kommunizieren können.
Nur leider schaffen wir es nicht diese, erstens entsprechend für unser Land und uns zu begeistern und andererseits die Vermittlungsrolle übernehmen zu lassen. Welche besseren Botschafter kann es geben, als Personen, die selbst hier leben und uns alle kennen, kennen wie sich selbst, da sie Teil unserer Gesellschaft sind.
Also suchen wir doch einen Weg wie wir alle unsere Mitbürger, die diese Fähigkeiten haben in mehreren Kulturen zuhause zu sein, zu Botschaftern Österreichs in der Welt machen und zu noch begeisterteren Österreichern.
Dies heißt aber nicht, dass wir Ihnen einen Hängematte bereiten in der sie die nächsten Jahre ihre Zeit verbringen. Geben wir Ihnen die selben Möglichkeiten, die auch wir haben, die selben Chancen, aber auch die selben Pflichten um sich bewähren zu können und erfolgreich zu sein.


Dienstag, 1. September 2015

Irma la douce oder Ursula St.

Die grüne Irma verfilmt mit Shirley MacLain und Jack Lemon gehört wohl zu den netten Darstellungen von Unterwelt und Prostitution in Paris. Kennen mögen es vielleicht nicht mehr viele, aber nett war es doch. 
Ursula St. war Europaabgeordnete, Bezirksvorsteherin und Fernsehansagerin. Ist Teil des Wiener Großbürgertums - welches zwar nicht mehr so zahlreich vertreten ist in unserem Staat - aber immer noch eine Macht in Wien.
Was haben Irma und Ursula nun miteinander zu tun?
Ganz einfach, bei Irma, der Prostituierten weiß jeder, er bekommt, wofür er bezahlt. Mag die Tätigkeit auch anrüchig sein. Klares Geschäft, klare Bezahlung. Hier schwingen keine Glaubenssätze mit und keine Verpflichtungen. Anders verhält es sich bei Ursula. Sie wechselt ohne materielle Notwendigkeit, ohne Gewissensbisse und ohne mit der Wimper zu zucken die Partei. Neuer Galan - Handkuss mit HC - neue Partei, Hauptsache man wird hofiert. 
Hier liegt der große Unterschied zwischen den beiden Damen, denn Irma hatte Stil!
Ursula lässt diesen leider vermissen. Ihre Intension ist scheinbar: An der Macht bleiben, Ego befriedigen oder einfach wichtig sein.
Hoffentlich durchschaut auch das Wiener Großbürgertum die Komödie und wählt nicht auch noch die Ursula.

Mir zumindest ist Irma la douce oder Ihre Kolleginnen deutlich sympathischer als Ursula la bleue.