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Montag, 26. November 2018

E-Scooter auf dem Radweg, Gehweg, Fahrbahn???

Also was jetzt?
Nach dem Artikel der Kleinen Zeitung vom 27.11.2018 sind E-Scooter nur in Parkanlagen und auf Gehsteigen zu benutzen. help.gv.at sagt einerseits Elektro-Scooter sind außerhalb der Fahrbahn zu benutzen und auf der nächsten Seite (verweis von Seite 1) spricht man nur noch von Trittrollern oder Tretroller um sie als Kinderspielzeug zu definieren. Der ÖAMTC unterscheiden Trittroller nach kleineren oder größeren Räder und schiebt sie mit größeren Rädern auf den Radweg. Elektro-Scooter werden vom ÖAMTC Segways gleichgestellt, soweit sie nicht über eine Bauartgeschwindigkeit von über 25 km/h aufweisen. Gleichzeitig fordert der ÖAMTC ein Verbot von E-Scootern auf Gehwegen und E-Scooter sollen nur dann auf der Fahrbahn fahren wenn sie Rückspiegel, Sitz????, sowie Licht und Bremsen haben.
Also was jetzt?

Wie immer hinkt die Politik und Rechtssprechung der Realität hinterher. Was der Verkehrsteilnehmer, der mit Bus, E-Scooter und Tram unterwegs ist jetzt machen soll steht in den Sternen! Lieber Wieder mit dem Auto fahren und damit „verkehrssicher“ unterwegs sein?

Sonntag, 25. November 2018

Südkorea: Stammzellen statt Smartphones - zum Artikel in der Presse vom 2.55.2018

Südkorea: Stammzellen statt Smartphones
„Der limitierende Faktor beim Fortschritt bleibt der Mensch.“ Dies gilt auch und vor allem für die zukünftige Entwicklung in Südkorea. Sprich man mit jüngeren Südkoreanern, merkt man bald, dass der Druck auf sie, erfolgreich zu sein, egal ob in Schule, Universität oder am Arbeitsplatz, enorm ist. Die Zahl der Urlaubstage - wenn auch offiziell höher - in der Realität gering und die Freizeit auf ein Minimum beschränkt.
Um weiterhin erfolgreich zu sein, wird sich die Gesellschaft in Südkorea weiter in Richtung mehr Freizeit für seine Mitarbeiter und bessere Arbeitsbedingungen öffnen müssen. Es wird eine bessere Versorgung der Rentner geben müssen - man sieht eine Vielzahl an Rentnern die allmorgendlich Plastikflaschen und Karton sammeln - und die Gesellschaft wird sich mehr und mehr mit Arbeitsmigranten aus Vietnam, Kambodscha und anderen südostasiatischen Ländern befassen müssen.
Die jüngeren Südkoreaner sind gespalten zwischen Tradition und Moderne. Einerseits die traditionelle Rolle der Frau, die aber immer öfter ersetzt wird durch taffe junge Businesswomen, die Bedeutung des Alters, kontaktiert durch die hypermoderne Gesellschaft mit teils - für Europäer - eigenartig exotischen Fernsehshows, die mehr studentischen Initiationsriten entspricht, als Shows in unseren Breiten.

Südkorea wird sich wandeln müssen und es wird sich wandeln, wahrscheinlich schneller, als man glaubt, denn alles ist schneller in diesem Land, viel schneller als bei uns.

Freitag, 23. November 2018

Gehet hin und mehret euch


7,5, Milliarden, die sich lieben und vermehren, kann das gut gehen?
Wir sind von der Natur darauf geprägt uns zu vermehren, zur Arterhaltung, zur Verbreitung der Gene. Wir sind von der Religion angehalten uns zu vermehren, sowohl Christentum, als auch Islam drängen zu einer großen Kinderschar. Die Gesellschaft in Österreich drängt zu mehr Kindern, mehr österreichischen Kinder, denn wer soll unsere Pensionen bezahlen, wer soll uns pflegen.
Der Mensch sei ein vernunftbegabtes Wesen, habe ich zumindest einmal gehört. Vernunftbegabt ja, aber diese Vernunft nutzt er nur in sehr beschränkter Art und Weise.
Wäre er vernünftig, so würde er begreifen, dass eine Vermehrung zur Arterhaltung nicht mehr nötig ist, dass vielmehr dieselbe einzuschränken ist, um seine Art, den Menschen zu erhalten.
Die großen Religionen sollten sich verabschieden von der Ideologie der leeren Erde. Die Erde ist voll von uns! Ebenso sollte sie sich verabschieden von der Idee der Verdrängung. Je mehr eigene Kinder, desto leichter läßt sich die Religion über die Welt verbreiten und alle anderen Religionen verdrängen. Geht nicht mehr, da sind wir schon zu viele. Wie wärs mit Überzeugungsarbeit?
Könnten wir nicht vielleicht einmal ein bisschen größer denken?
Warum lassen wir nicht mehr zu uns, Personen, die auch arbeiten wollen und decken damit unser Problem der Pensionen und der Pflege, es müssen nicht in Österreich geborene sein! Auch Südamerikaner sind Menschen, oder Vietnamesen, oder auch Kenianer?!
Durch Europa und nach Europa sind immer Menschen gezogen, vor 1000 Jahren, vor 2000 Jahren, vor 10.000 Jahren. Wir sind keine Rasse - oder wer vergleicht sich gerne mit einem Bobtail oder Bernhardiner? Wir sind ein Mischmasch!  Ein Mischmasch aus Menschen der Kronländer, aus Römern und Goten, Bayern und Slawen, Kelten und Mongolen. Was stört es wenn dazu ein paar Syrer, Iraner, Nigerianer und Inder dazu kommen? Vielleicht sind wir mit manchen sowieso näher verwandt, als mit unseren Nachbarn.

Denken wir doch etwas größer, über den Begriff der Nation hinaus und stellen uns die Frage, brauchen wir noch mehr Menschen auf der Welt?

Kommt der Syrer, wird der Slowene sympathisch - Lojze Wieser in der Kleinen Zeitung vom 23.11.2018

Ich habe sie nie verstanden!
Die Angst davor, dass in Österreich eine Minderheit existiert, die eine andere Sprache spricht. Die sich auf Wurzeln bezieht die Jahrhunderte zurück reichen und die seit Generationen neben uns, mit uns und um uns leben. 
Vielleicht liegt es auch daran, dass ich in Salzburg aufgewachsen bin und die einzige Minderheit bei uns zwei Schüler waren die 2 km jenseits der Grenze in Bayern wohnten und deren Dialekt erkennbar anders war. Erkennbar aber nur für Salzburger ;-).
Ich beneidete die, die von Kindesbeinen auf mit 2 Sprachen oder mehr aufgewachsen sind.
Treffe ich mich mit meinen Freunden aus Slowenien, so sprechen diese selbstverständlich neben ihrer Muttersprache Italienisch, Englisch und natürlich ein wenig Deutsch und ich, ich bin froh neben meiner Muttersprache eine, eine einzige Sprache zu sprechen.

Und ja, es wäre nicht nur wünschenswert, wenn die in Österreich gesprochenen Minderheitensprachen mehr im Blickpunkt aller Mitbürger stehen würden. Es wäre auch schön, in der Steiermark südlich von Graz (einschließlich Graz) Slowenisch als Sprache ab dem Kindergarten verpflichtend zu haben. Leider steht dem neben dem finanziellen Problem, ein Nationalismus gegenüber, der unbegreiflicherweise noch immer Europa trennt. Patriotismus, ja gerne, stolz sein auf sein Land, aber Nationalismus, nein Danke! Andere verstehen, gerade die die direkt neben uns wohnen, sollte eine Selbstverständlichkeit sein.

Dienstag, 20. November 2018

Gibraltar ein Felsen ohne Nichts


Ein kleiner, knapp 35.000 Einwohner, ein Flughafen, der die Einfahrtsstraße quert, die einzigen frei lebenden Affen in Europa.
Ein Relikt der Vergangenheit, dass im 18. Jhd. durch Zufall an England kam und als strategischer Posten den Zugang zum Mittelmeer absichern sollte. Lange Zeit gerade einmal ein Militärstützpunkt, abgeschnitten von Spanien, wurde es in den letzten Jahrzehnten zu einem Platz prosperierender Wirtschaft. Die offene Grenze zu Spanien, der - meist - reibungslose Übergang zwischen den beiden Ländern führte zu einer großen Zahl an Spaniern, die in Gibraltar arbeiteten, sich verliebt, heirateten und Briten wurden.
Daher war es für Gibraltaer ein tiefer Einschnitt als nach der Abstimmung in Großbritannien feststand, dass der Brexit Wirklichkeit werden sollte. Über 90% stimmten für einen Verbleib in der EU. Der Gouverneur - den ich zwei Tage nach der Abstimmung bei einer Veranstaltung traf - fragte sich, was wird aus meinen Kindern und Enkeln, wie geht die Zukunft der kleinen Enklave weiter? Abgeschnitten von der EU, abgeschnitten von Spanien, getrennt durch eine Grenze, an der wieder - wie zu Frankos Zeiten - jeder Reisendende geprüft, überprüft, durchsucht wird. Ein Grenzübertritt wieder Stunden dauert, so er überhaupt möglich ist und die Grenze nicht für Tage und Wochen blockiert wird?
Spanien will die Halbinsel wieder in sein Territorium eingliedern, will Gibraltar wieder als Teil des „Mutterlandes“ sehen. Mutterland? Gibraltar war von 711 bis Mitte des 15. Jhd. muslimisch, war dann Teil Spaniens für 200 Jahre, um nach einer niederländisch englischen Zwischenzeit, ab 1713 englisch zu werden. Somit ist Gibraltar seit 300 Jahren englisch. Also nichts von wegen spanisches Mutterland!
Also Dummheit auf allen Seiten!
Großbritannien will den Brexit und sieht nicht wie es sich damit schadet, alles nur um von inneren Problemen abzulenken, die nicht gelöst sind. Spanien will Gibraltar, um vom Baskenland abzulenken und die Probleme im Inneren nicht lösen zu müssen.

Lieber Briten, liebe Spanier, ich liebe euch, aber eigentlich sind wir alle doch nur Europäer mit unterschiedlichen Sprachen und was gibt es interessanteres als eine jahrhundertelange Verbindung zweier so unterschiedlicher Kulturen in einem Land. Macht euch daran Gibraltar als das zu sehen was es eigentlich ist - eine wunderbare Brücke zwischen den Kulturen. Erhaltet es und pflegt es, wie eine kleine schöne Pflanze, von bitte von beiden Seiten.

Donnerstag, 8. November 2018

Der Neid als Teil der österreichischen Gesellschaft

Mitunter fragt man sich woher kommt er, der Neid, die Missgunst, die in Österreich mitunter verbreiteter ist, als die Freude über den Erfolg.
Woher stammt dieser tief verwurzelte Neid, die Freude über das Scheitern des Anderen, die die Gesellschaft in Österreich bestimmt?
Darf es doch einem Anderen nicht besser gehen als mir, darf doch dieser Großkopferte dieser studierte Trottel nichts mehr haben als ich! Muss es doch einen Ausgleich geben gegenüber diesem Halsabschneider von Unternehmer, der sowieso alles abschreiben kann und dann auch noch Gewinne macht.
Woher kommt dieser Neid?
Ist er weiter zurückliegend verwurzelt in der katholischen Vergangenheit Österreichs? In der Obrigkeitshörigkeit gegenüber dem Landesherren, dem Kaiser oder dem allgegenwärtigen Beamtentum? Jedem seine gottgebene Stellung in der Gesellschaft, die er nicht zu verlassen hat, wenn doch und dann noch erfolgreich, so hat ihn der Neid zu treffen und wenn er scheitert war klar, dass ihm der Spott sicher war. War er doch dem Versuch erlegen, aus seiner Stellung auszubrechen und dadurch Gott gewollte Ordnungen zu zerstören!

Oder ist er, der Neid, neueren Ursprungs? Liegt er im Argwohn gegenüber den erfolgreichen jüdischen Unternehmern, Ärzten und Rechtsanwälten, die es geschafft hatten im 19. Jahrhundert auszubrechen aus der Isolation des Ghettos am Rand des Kaiserreiches und es mit viel Fleiß und und Arbeit zu Wohlstand und Reichtum gebracht hatten? Dies konnte doch nicht mit rechten Dingen zugehen, waren sie erstens im falschen Glauben verhaftet, wenngleich auch in großer Zahl inzwischen katholisiert, und dann noch wohlhabender und reicher als mancher Adel. Da war Neid nicht nur angebracht, er war notwendig um zu zeigen wie falsch der Aufstieg war. Ein Neid, der vor 80 Jahren in Haß und Mord umschlug.
Oder liegt der Ursprung des Neids noch näher, also in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg, als man nichts hatte und wer mehr hatte, dies auf Schleichhandel oder Betrug zurückgeführt wurde. Die Industrie war verstaatlicht, Unternehmer Ausbeuter und Volksfeinde, Gewinn wurde zum Unwort. Bis heute, da Gewinn nichts anderes bedeutet als Ausbeutung, allein Gehalt und Lohn positiv besetzt ist. Und wie kann der kleine Mann mit Gehalt und Lohn zu Reichtum gelangen? Gar nicht, denn alles was der „Kleine Mann“ hat ist ja wohl erworben. Also muss man neidisch sein, auf die, die mehr haben, die es dann sicherlich nicht redlich erwerben, oder erworben hat. Vor allem auf Unternehmer, Selbständige, Akademiker, die es sich richten können, keine Steuern zahlen und Schwarzgeld horten. Der Pfuscher ist ein redlicher Arbeiter, der sich ein wenig dazuverdienen möchte, einer von uns, einer, den wir brauchen, wenn wir ein Haus bauen. Ein kleiner Fisch, ein unschuldiges Opfer. Aber auch einer der uns suspekt wird, sobald er mehr hat, den man bedienen muß um sein schönes Bad, dass er selbst verlegt hat.
Es wird Zeit, dass sich dies ändert, dass wir nicht mehr Neider sind, sondern Bewunderer, nicht mehr Feindbilder aufbauen, sondern Vorbilder. Arbeit, Fließ und Risiko muß sich nicht nur finanziell lohnen, sondern auch in der Form der Anerkennung. Gleichzeitig muß die Unterstützung für die, die dies nicht können steigen.  Aber nicht für die die es nicht wollen.
Es darf nicht entscheidend sein ob jemand Mann oder Frau, Österreicher oder Kroatin, groß oder klein, blond oder mit Glatze ist. Was er oder sie kann und bewirkt, muß der Maßstab sein. Der Wahlkampf in den US hat gezeigt, dass diese Einstellung möglich ist. Dass es zu einem  Aufstieg derer kommen kann, die bis jetzt nicht im Establishment vertreten waren: Latinas, Muslime, Frauen, Ureinwohner. 

Das Leben kann bunter werden, also freuen wir uns auf mehr Farbe!

Dienstag, 6. November 2018

Acker um 18,6 Millionen - Grottenhofgründe in Graz werden verkauft

Wäre man jetzt Miteigentümer der Österreichischen Wohnbaugenossenschaft, müsste man den Vorstand fragen welch Teufel ihn gerettet hat, um über 18 Millionen für den Kauf eines Ackers auszugeben. Die Landwirtschaftliche Fachschule wird es freuen, denn damit ist der Ausbau zur modernsten Biobauernschule gewährleistet, aber man muss es wohl als Spende der ÖWG ansehen. Herzlichen Dank also an Raiffeisen, Steiermärkische Sparkasse und Uniqua als Miteigentümer der ÖWG.
Es gibt bekanntlich keine Widmung als Baugrund, auch keine politische Willensäußerung dazu, bekanntlich auch einen deutlichen - wenn auch nicht bindenden - Entscheid der ansässigen Bevölkerung. Also was weiß die ÖWG, was wir nicht wissen? Absprachen? Aber nein, die kann es ja wohl nicht geben, denn dies wäre rechtlich gesehen wohl nicht ganz korrekt, politisch und moralisch gesehen völlig unakzeptabel!f

Warten wir also auf die Zukunft, was denn passiert. Darauf, dass man die Angelegenheit und die Äußerungen vergißt, wird man nicht hoffen dürfen, denn trotz DSGV, Google vergißt nicht so schnell. Auch die Kleine Zeitung hat ein geordnetes Archiv in dem alle Artikel zu den Grottenhofgründen und die Äußerungen dazu gut sortiert gelagert sind.