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Mittwoch, 9. November 2016

Die Wahrheit in der Gegenwart

Sowohl die Wahlen in den USA, als auch die Wahlkundgebungen in Österreich und in Europa zeigen, dass sich der Begriff der Wahrheit in den letzten Jahrzehnten deutlich verschoben hat. Waren vor 20 oder 30 Jahren noch die „freien Medien“ die Bezugsquelle für „Wahrheit“, so verschwindet diese Bezugsquelle mehr und mehr aus dem Blickfeld der Wählerinnen und Wähler. Journalisten, Presse, Zeitungen werden als Teil des Establishments gesehen, werden der „Lügenpresse“ bezichtigt und ihnen wird die Verbreitung von bewußten Falschmeldungen unterstellt.
Der Vorgang wird noch beschleunigt durch die in den letzten Jahren vermehrten falschen Voraussagen über Wahlausgänge, die als gesteuert und bewußt manipuliert angesehen werden.
Bezugsquelle der „Wahrheit“ wird immer öfter die „eigene Erfahrung“, das „gesunde Volksempfinden“ und die eigene Gruppe in Social Media. Daraus leitet sich ein Wahrheitsempfinden ab, dass oft diametral der Berichterstattung in Zeitungen entspricht. Ausgenommen davon sind lediglich Boulevardmedien, die in dieselbe Kerbe schlagen wie die Wahrheitsempfindung des „Volkes“ ist.
Je leichter der Zugang zu Information wird, desto leichter wird auch der Zugang zu Falschinformation.
Was unterscheidet nun Wahrheit von Lüge, Information von Fehlinformation. Wem vertrauen, wem nicht? Welche Indikatoren für die Wahrheit gibt es? Ist meine Lebenswelt der Prüfstein?
Reicht es aus, 5 x hintereinander eine Frau mit erkennbarem Migrationshintergrund zu sehen, und zu bestätigen, dass Österreich von Migranten überschwemmt wird? Liegt es vielleicht nur an der Uhrzeit, Gegend oder ist es Wahrheit?
Gibt es mehr Kriege, Unruheherde in der Welt als vor 30, 40 Jahren, oder ist nur der Zugang zu mehr Information, weltweit, sofort, immer die Ursache?
All diese Fragen zu beantworten erfordert Zeit, Denkleistung, Leseleistung und damit Arbeit!! Es wird die Herausforderung der Gegenwart und Zukunft den Menschen Werkzeuge in die Hand zu geben, die ihnen helfen die Wahrheit zu erkennen, aber nicht manipulieren. Weder in die eine noch in die andere Richtung!

Wie? Noch keine Ahnung! Aber zumindest einmal das Problem wurde erkannt!!

Dienstag, 8. November 2016

US - Wahl und was nun!?

Die Wahlen sind so gut wie vorbei und es zeichnet sich nicht nur ein Sieg von Donald Trump als neuer US Präsident ab, sondern noch viel bedeutender, ein Sieg auch im Senat und Repräsentantenhaus. Trump wird sich auf eine Mehrheit in beiden Häusern stützen können und damit alle seine Vorhaben durchbringen.
Nach einer erfolgreichen Wahl wird sich kein Vertreter der Republikaner, auch wenn er nicht hinter Trump steht, getrauen gegen ihn zu stimmen oder einen seiner Vorschläge zu verhindern.
Die Amerikaner haben entschieden, aber auch wir werden damit leben müssen.
Zumindest können sich jetzt alle US Kritiker freuen, die das Eingreifen der USA in der Welt kritisiert haben. Amerika den Amerikanern, besinnen auf die eigenen Werte, Jobs zurück ins Land, Grenzen dicht machen! Damit kann keiner hoffen, dass die USA noch irgendwo eingreifen, Europa wird entweder alleine bleiben, oder sich einer Aufteilung der Interessensphären zwischen USA und Russland gegenübersehen, als Zuschauer!
Es muss sich auch keiner mehr über TTIP Gedanken machen, da diesen Vertrag Trump nicht unterschreiben wird. Freihandel braucht es laut Trump nicht und da treffen sich Republikaner in den USA mit den Linken in Europa!
Wir haben im eigenen Land alles, wozu brauchen wir Handel? Bauen wir unsere eigenen Handys, Fernseher, Autos, Zitronen, Ananas, Kiwi und machen wir unsere eigene Kleidung, mit ehrlicher Arbeit in österreichischen Betrieben zur Vollbeschäftigung!?

Machen wir uns bereit für 4 Jahre harte Arbeit.

Donnerstag, 6. Oktober 2016

Wollen wir mit der Technologie des 19. Jhdts das 21. Jhdt beherrschen?


Alle 24 Stunden verdoppelt sich die Informationsmenge, alle paar Monate bringen neue Erkenntnisse die Wissenschaft einen Schritt weiter, alle paar Jahre revolutionieren neue Technologien unseren Alltag. Dieser Prozess wird sich nicht verlangsamen, nein, er wird sich weiter beschleunigen.
Gleichzeitig versuchen wir mit der Technologie des 19. Jhdts, des Verbrennungsmotors -  sprich Auto - die Verkehrsprobleme des 21. Jhdts zu lösen.
Noch immer fahren wir im eigenen PKW, alleine auf überfüllten Straßen, zwängen uns vorbei an Häusern und über Verkehrsverbindungen, die nicht für die Verkehrsmengen gedacht waren.
Wir könnten alle Häuser schleifen, Autobahnen bis in die Zentren bauen, alles untertunneln, oder Parkhäuser in den Stadtbergen bauen, alles möglich, aber sinnvoll?
Nein, denn wir denken zu kurzfristig, geblendet von der Idee des „eigenen Autos“, dass für mehr ale eine Generation der Ausdruck von Wohlstand und Freiheit war und immer noch mit tausenden Emotionen belegt ist.
Selbstfahrende Elektroautos, Fahrradverleihstationen, schnelle Zugverbindungen, ClusterPKW, moderne Bewegungsapps, da liegt die Zukunft.
Denken wir sie konsequent weiter, brauchen wir kein eigenes Fahrzeug mehr!
Aufstehen, Frühstück, das selbstfahrende Auto steht vor der Tür, wurde per App gerufen, wir steigen ein und fahren in die Arbeit. Das Fahrzeug wird von der nächsten Person verwendet, fährt selbständig an die Ladestation, oder wenn ein Sensor es anzeigt zur Reinigung. Oder wir haben unser Leihrad vor der Türe, fahren damit in die Stadt, stellen es am Hauptplatz ab und nehmen, sobald wir wieder gehen das nächste freie Rad für unsere nächste Fahrt. Geht es weiter weg, bestellen wir unser selbstfahrendes E-mobil, geben ins Navi unser Ziel ein und das E-Mobil bildet zusammen mit Anderen einen ClusterPKW und fährt schnell, effizient zu unserem Ziel. Pausen jederzeit möglich.
Alles keine Utopie mehr, auch keine ferne Zukunft mehr, sondern nahe, immer nähere Zukunft.

Daher planen wir jetzt nicht für morgen, sondern für überübermorgen, dafür brauchen wir die Ideen.

Sonntag, 25. September 2016

Warum nutzen wir nicht alle Möglichkeiten

Kinder weg vom PC, Bewegungsmangel bekämpfen, die tägliche Turnstunde, Vereine in die Schulen und Kindergärten, Bewegungsland Steiermark,… alles hervorragende Ansätze, die es verdient haben ausgebaut und gefördert zu werden.
Aber gleichzeitig werden andere Möglichkeiten nicht ausgenutzt. So gibt es in der Steiermark eine große Zahl an Tanzschulen, die sich intensiv mit der Bewegung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene auseinandersetzen. Unternehmen, die  Hip Hop, Breakdance, Showdance, Seniorenkurse, Zumba, Salsa… anbieten. Bewegungsformen, die auch bei Mädchen und Frauen große Beliebtheit haben. Die Unterrichtenden sind langjährig erfahren und haben eine pädagogische Ausbildung, sind selbst erfolgreiche Tänzerinnen und Tänzer und meist geprüfte Tanzlehrer.
Diese als Partner mit ins Boot zum Ausbau der täglichen Turnstunde, zur Förderung der Bewegung zu holen, wäre ein Gebot der Stunde. Nur gemeinsam kann ein Erfolg erzielt werden, der auch nachhaltig ist. 
Die Tanzschulen sind Partner in der Bewegungslandschaft der Steiermark, bringen Menschen aller Altersgruppen zur Bewegung. Vom Kleinkind mit 4 Jahren bis zum Senior mit 88, tanzen ist immer möglich! Tanzen hält jung, sowohl geistig, als auch körperlich. Tanzen fördert die Koordinationsfähigkeit der Kinder und Jugendlichen und tanzen bringt die Jugendlichen weg von der Straße. Tänzer trinken nicht, da sie tanzen, Tänzer haben Freunde, reale Freunde und nicht nur likes auf Facebook.
Was kann in einem Land des Walzers näher liegen, als die Tanzschulen einzubinden?
Hier darf es keine Ausschließung geben, vielleicht nur weil ein Politiker oder ehemaliger Sportler und nun Verbandspräsident in der Jugend nicht getanzt hat und dies deshalb ablehnt. „Ich bin Turniertänzer, I tua nia tanzen“ darf kein Argument sein.
Politiker, Verbandsverantwortliche, Sportler, auf in die Tanzschule! 

Reden wir über Kooperationen zwischen SVA, Sport, Tanzschulen, Landesschulrat und Politik. Für mehr Bewegung für alle Steirer, mehr Gesundheit, mehr Freude, mehr Miteinander.

Freitag, 23. September 2016

Weltmeisterlich

Schon einmal das Gefühl gehabt, es klappt gar nichts?! Ich schon! Anscheinend habe ich etwas an mir, dass in manchen Bereichen das Unglück magisch anzieht. Wer wird als Letzter bedient? Bei wem wird auf die Bestellung vergessen? Wer schafft die langsamste Schlange beim Anstellen? Wer wird innerhalb von 4 Jahren 3 x vom Finanzamt geprüft?! ICH, wer sonst.

Statistisch gesehen wird - zumindest nach Frau Glawischnig - nur jeder 30. Unternehmer geprüft. Damit dürfen sich 119 Unternehmer bei mir bedanken, denn sie werden nie wieder geprüft! Ich kann gerne meine Kontonummer bekannt geben, falls jemand meine Steuerberaterkosten übernehmen möchte.

Und als kleiner Zusatz, wer war der Erste, der von der Finanzpolizei besucht wurde?
Na raten Sie einmal! Ich!
Sehr nette Beamte, die die Umsetzung der Restrierkassenpflicht überprüft haben.
Nichts gegen die durchführenden Kontrollorgane, bisher alle immer freundlich, zuvorkommend, nett, kein Problem, aber warum immer ich? Keine andere Tanzschule wurde bisher kontrolliert.
Muss mich dies nachdenklich stimmen.
Damit liebe Frau Glawischnig liegt die Zahl wohl jetzt bei über 150 Unternehmen, die nicht geprüft werden. Hoffentlich ist nicht Google darunter oder Amazone, sonst konnten dem Staat jeweils 43,56 € entgehen, oder so. Sind ja Kleinunternehmer im Gegensatz zu mir.

Samstag, 10. September 2016

Rechtssystem - quo vadis?

Da schreibt die ehemalige Vorsitzende des OGH und Präsidentschaftskandidatin, dass es zu viele Gesetze in Österreich gäbe. Nicht mehr überschaubar, nicht mehr verständlich, nicht mehr lesbar. Kleiner Nebensatz, warum hat sie sich nicht während ihrer Amtszeit darum bemüht? Seit Jahren regt sich der Präsident der WKO Christoph Leitl darüber auf, dass zu viele Gesetze die Unternehmen behindern. Finanzgesetze, Gesetze zum Schutz der Arbeitnehmer, Vorschriften, die sich teils gegenseitig ausschließen, immer mehr an Zusätzen, Evaluierungen, Bescheide.
Gleichzeitig schafft es die Justiz nicht einmal mehr eine Zeitschrift, die KZ Überlebende vor der Verleumdung sie wären „Massenmörder“ und eine „Landplage“ gewesen zu schützen, sonder spricht die Zeitschrift frei, da diese ja „nachvollziehbar“ eine „Belästigung“ für die Bevölkerung gewesen seien. Gleichzeitig gehen Straftäter spazieren, da sie nur "Geduldete" in Österreich sind.
Unser Rechtssystem funktioniert nicht mehr richtig, da ist zu viel Sand im Getriebe, ein zu viel an Vorschriften, zu viele Ausbesserungen, Flickwerk, wie ein Schlauchboot mit lauter Löchern, die notdürftig mit allerlei Heftpflastern, Gummilappen, Uhu - der ja bei uns nicht klebt - und sonstigem noch am Schwimmen gehalten wird, bei dem das Wasser aber mehr und mehr über die Oberkante schwappt.
Wie in vielen Bereichen ist es auch im Rechtssystem Zeit für eine große Reform. Gesetze sind so zu formulieren, dass sie auch halten. Gesetze sind abzuschaffen, die nicht mehr der Zeit entsprechen. Ein Steuersystem ist so zu gestalten, dass es ohne Steuerberater nachvollziehbar und einzuhalten ist. Vorschriften sind so zu erlassen, dass sie den Arbeitnehmern helfen, ohne ihre Beschäftigung zu verhindern.
Die Zustimmung dazu mag vielleicht eine Große sein, aber der/die Herkules, der/die bereit ist sie umzusetzen ist leider noch nicht in Sicht. Eines ist klar, es wird seine/ihre einzige Aufgabe sein, denn danach wird er/sie abgesetzt und erst in einigen Generationen gefeiert.
Personen gibt es genug, die Angst haben etwas zu verlieren und Angst dies umzusetzen. 
Aber jetzt brauchen wir Personen die umsetzen! Wer macht`s?


Sonderschule neu - NMS?

„Die AHS kann sich nicht aus Integration und Inklusive herausnehmen“ eine Aussage der Landesrätin für die Bildung zeigt, dass da etwas nicht stimmt in der Bildungslandschaft in Österreich. Denn die AHS kann sich herausnehmen! Integration und Inklusion wird zwar gefordert, findet aber nur in Volksschule und NMS statt.
Forderung: "Direktoren können sich die Lehrer aus dem Lehrerpool aussuchen!" Ja aber nur AHS und BHS. Sobald die Ausbildung der Lehrer vereinheitlicht ist, bedeutet dies im besten Fall, dass die engagiertesten und besten Lehrer aus dem Pool für die AHS und BHS ausgewählt werden, die zweite Wahl den NMS zugeteilt wird, denn diese Schulen können keine Auswahl treffen.
Wir reden derzeit über Flüchtlingskinder, wichtig in der Betreuung, in der Vermittlung unserer Sprache, aber wir haben ein viel größer Zahl an Kindern, deren Eltern - und damit meist auch sie - absolut bildungsfern sind.
Kinder, die aus Familien stammen, für die Bildung kein Gut ist, die Bildung als nicht notwendig empfinden. Vor allem für die Mädchen wird Bildung oft als ein lästiges Übel gesehen. All diese sammeln sich in den NMS, vorwiegend von den NMS in den Ballungszentren.
Inklusion und Integration bedeutet in den NMS meist nicht, was es eigentlich soll, ein gemeinsamer Unterricht aller Kinder einer Altersgruppe, vom begabten Kind bis zum Kind mit Problemen körperlicher, geistiger oder sozialer Natur. Warum? Die Begabten sind weg! Die sind alle in die AHS gewandert.
Gab es vor 40 Jahren noch eine Durchmischung in den Klassen, hat sich dies inzwischen aufgehoben. Die NMS wird mehr und mehr zur Sonderschule, zur Sonderschule, der das Personal fehlt und die an den Rand der Gesellschaft und Wahrnehmung gedrängt wird. 
Wenn wir so weiter machen wie bisher, werden wir keinen geeigneten Nachwuchs für unsere Betriebe mehr aus den NMS der Ballungszentren mehr finden. Der Nachwuchs kommt entweder aus dem Bereich der Schulabbrecher an den AHS, oder aus den Umlandgemeinden.

Das so erfolgreiche Modell der Lehre nach der Hauptschule wird ersetzt durch Lehrlinge mit 18, die nach dem Schulabbruch eine Lehre beginnen. Jahre vergeudeter Zeit, falscher Ausbildung und frustrierter Kinder! Und auf der anderen Seite Kinder mit 15, die keine Chance auf eine weitere Ausbildung mehr haben. Verluste auf beiden Seiten - warum? Ideologie? 

Montag, 22. August 2016

Kindersoldat sprengt sich in die Luft - erste der Anfang?

Kann es ein, dass dies nur der Anfang eines neuen Gräuels ist, dass uns in den nächsten Jahren bevorstehen wird? Kinder von gefangenen Jesiden, Christen oder anderen „Andersgläubigen“, die indoktriniert mit Sprengstoffgürteln auf Feste, Grenzposten oder an die Front geschickt werden? Kinder die nicht nur sich selbst, sondern möglichst viele „Ungläubige“ töten sollen. Kinder, die für Soldaten, Polizei und Bevölkerung auf einmal nich mehr die unschuldigen Opfer sind, sondern auf einmal zu gefürchteten Feinden werden. Nicht mehr unterscheidbar zwischen friedlich spielendem Kind und tödlichem „Soldaten“.
Eine mehr als schreckliche Vorstellung, die aber aus der Sicht der „Gotteskrieger“ nur logisch erscheint. Sind doch die Andersgläubigen nichts wert, sind sie doch nicht einmal Menschen. Was liegt also näher als die Kinder von Ihnen zu ihrer eigenen Vernichtung zu instrumentalisieren.
Dabei kann es nicht weit her sein mit ihrem doch so hoch gelobten Glauben! Bisher haben wir noch keinen hochrangigen Selbstmordattentäter des IS gesehen, hat sich noch keiner nach vorne in die „Schlacht“ geworfen. Feige die Kinder töten zu lassen und selber über die Jungfrauen im Himmel zu schwafeln ist leicht.
Egal ob IS, Boko Haram oder Taliban, sind sie alle doch nur dumm, ohne jeden Glaubens, Verbrecher und Feiglinge. 
Die einzigen Möglichkeiten zur Bekämpfung der besagten Gruppen liegt in einer Bündelung aller Kräfte gegen sie und der Verbreitung ihrer Taten als Verbrechen und nicht als Heldentaten!

Es wird Zeit über die Gräben der Vergangenheit Bündnisse zu finden, die sich dieser Herausforderung stellen.

Dienstag, 16. August 2016

Medaille für Österreich

Wie haben eine Medaille
Hurra, endlich hat die österreichische Seele ihre Medaille in Rio. Die Nation kann beruhigt schlafen, die Vorgaben wurden erfüllt.
Alles hat sich mit dieser Medaille geändert! Nein hat sich natürlich nicht.
Eine Medaille macht noch keine Olymischen Sommerspiele. Hätten wir keine gemacht, wäre der Sturm los gegangen und eine Absetzung der Funktionäre, das Ende der Ausflugspolitik und vieles mehr gefordert worden. Jetzt kann alles bleiben wie es ist, denn das Ergebnis stimmt ja.
Das derzeitige Sportsystem ist verbesserungswürdig, es sollte aber den Verantwortlichen möglich sein, ein Konzept zu erstellen und dies auch über eine gewisse Zeit zu verbessern und zu erproben. Leider erfolgt die Erfolgsmeldung nur alle 4 Jahre, d.h. es kann nicht jedes Jahr zu 100% evaluiert werden. Ein Weltmeister 2017 muss noch lange kein Olympiasieger 2020 werden.
Es gilt, die Bedingungen für mehr Sport auf einer breiten Basis, aber auch gleichzeitig Spitzensport in den höchsten Ebenen zu ermöglichen. Wenn geht, auch mit wenig Kosten und auch noch durch Sponsorbeträgen unterstützt. Also die eierlegende Wollmilchsau.
Vergleichen wir einmal die Olympischen Spiele mit dem alltäglichen Leben. Da sollen wir in unserer Firma mit 8 Millionen Mitarbeitern einer der besten 3 Mitarbeiter am Tag x werden, die meisten Schrauben verkaufen, die geradeste und exakteste Mauer aufbauen, einen perfekten Haarschnitt hinbekommen ...., wobei uns 12 000 Menschen zusehen, mehrere 100 Millionen im Fernsehen und im Gasthaus alle über unsere Leistung diskutieren.
Ganz nebenbei, sollen wir besser sein, als die besten Friseure, Maurer, Verkäufer... der ganzen Welt. Achtung 4. Platz zählt nicht!!!!
Dafür arbeiten wir jeden Tag und bekommen,  bis auf Ausnahmen, ein gutes, aber nicht überwältigendes Gehalt. Sie sind in der jeweiligen Berufssparte vielleicht bekannt, aber darüberhinaus kennt sie niemand. Kein "ist des Net der..." wenn sie durch die Hauptstraße gehen.
Und wer bitte schafft es jetzt unter diesen Bedingungen eine Arbeit abzuliefern, die einen der ersten 3 Plätze erzielt?
Wer dies mit "ICH" beantworten kann, möge sich gleich einmal bei der Berufsolympiade anmelden und schauen ob er oder sie bis ins Bundesfinale kommt. Wenn nicht einfach einmal die Laufschuhe anziehen, die Badehose an, oder aufs Fahrrad und ab zur Bewegung, damit man selber ein wenig spürt, wie es sich anfühlt zu trainieren, ein wenig zumindest.
Gehen wir doch einfach etwas mehr enthusiastisch mit unseren Sportlerinnen und Sportlern um. Wenn sie Ihr Bestes geben und damit auch noch in der Welspitze mithalten können haben sie es mehr als verdient, auch wenn vielleicht einmal keine Medaille dabei heraus kommt.


Mäßige Leistung erzielt maximalen Erfolg

Was im Bereich der PR anzustreben ist, nämlich aus einer Mücke einen Elefanten zu machen, ist nicht überall gewünscht und schon gar nicht positiv zu bewerten.
Wenn von Zuschauermassen die Rede ist, „die Stadien gestürmt werden“, oder von „sensationellen Einnahmen“ die Rede ist, steht nicht immer etwas dahinter.
Wenn Zwillinge, die sich für Olympia qualifizieren, oder gar Drillinge, wie bei Estland, die Schlagzeilen im Sportbereich ausmachen, dann ist was Faul im Staate Sportjournalismus.
Sportberichte sollten sich dort auszeichnen, wo Sportexperten gefragt sind, bei der Würdigung der Leistung. Die beste Athletin, der beste Athlet und nicht die Farbe der Haarschleife einer Läuferin, oder der Verwandtschaft zum belgischen Königshaus sollten im Mittelpunkt stehen.
Diese Berichte gehören in die Boulevardzeitung, dort mögen sie ihre Berechtigung haben.
Dass auch Siegerinnen und Sieger stylisch sein können, hat damit nichts zu tun. Dies kann Teil Ihrer Vermarktung sein, oder auch nur ihre eigener Weg.
Ein gestylter Letztplatzierter im Herrenmarathon sollte keine Zeile im Sport wert sein.
Dasselbe gilt für die Damen.
Die beiden Marathonläuferinnen haben dem Sport bei den Damen nichts Gutes getan. Keiner würde es akzeptieren, dass die Brownlees (Favoriten im Triathon) Hand in Hand durch das Ziel laufen würden. Es ist Teil des Sportes um jeden Platz zu kämpfen und die Leistung des oder der Anderen anzuerkennen. Sportsmanship und Sportswomanship sind essentieller Teil des Sports und unverzichtbar. Dazu gehört es auch die Leistung der Frauen gleich zu würdigen, und darüber zu berichten wie über die der Männer.
Ein Sportler muss nicht schön sein um zu gewinnen, eine Sportlerin auch nicht.
Und wenn sie gewinnen, sind sie sowieso die Helden, egal wie sie aussehen, daran sollten gerade wir in Österreich denken.