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Mittwoch, 19. Januar 2022

Tanzen ist ...

Eine Frage, die jetzt in Zeiten der Pandemie eine Bedeutung erlangt hat, die man ihr nie zugetraut hätte.

Hin und her gerissen zwischen Sport und Freizeit, zwischen den Bestimmungen für Sportausübungen und den für die Freizeitwirtschaft liegt der Tanz wie so oft in der Mitte, oder anders ausgedrückt, sitzen wir wieder einmal zwischen zumindest zwei Stühlen.

Fragt man den Mann, die Frau auf der Strasse ob denn Tanzen Sport ist, so wird man von Frauen meist die Antwort bekommen „ja, sicherlich“, von Männern „no, jo eigentlich net“. Und genauso geht es und wenn wir die Frage ans Ministerium stellen.

„Langsamer Walzer ist jetzt kein Sport, Boogie, wenn er schnell ganz wird, schon“ so zumindest die fachkundige Auskunft des angefragt Beamten! Gehts noch? Also Laufen ist Sport, oder doch nicht? Alles über 4 min pro km ist nicht Sport, auch wenn es mit 20% Steigung auf den Berg rauf geht. Also liebe Hobbyläufer, ihr mach gerade eine Freizeitbeschäftigung, aber Sport ist des ned!

Und vor allem wenn ihr nicht im Verein organisiert läuft, kann es sowieso kein Sport sein.

Deshalb ist das Tanzen ja auch kein Sport! Außer, ja außer Tanzen wird im Verein gemacht, mit dem Ziel eines Tanzturniers!

Also wer jetzt Zumba im Tanzsportclub macht, der macht Sport, wer denselben Kurs, bei derselben Trainerin in der Tanzschule macht, keine Chance, ist dann natürlich nicht Sport! Aber wer macht Zumba für einen Wettkampf und gibt es den überhaupt. Nein gibt es nicht, aber trotzdem, im Verein Sport, außerhalb nicht.

Oder versuchen wir es einmal mit der Nationalsportart schlechthin. Rauf auf die Brettln, Lift anstellen, rauf fahren und runter wedeln. Achtung ist dann natürlich kein Sport, sollte man also tunlichst vermeiden. Außer ihr seid im Schiverein und nehmt an Meisterschaften teil, ja dann ist es Sport, oder wie.

Tja, wie leicht zu erkennen ist, so leicht ist die Frage nicht zu beantworten.

Tanzen ist also…..

Sport ganz klar, genauso wie das Kicken mit Freunden Sport ist, Volleyball am Strand oder das schwimmen im Badeteich. Und auch ganz unabhängig davon, ob der Badeteich dem Schwimmverein, der Stadt Graz oder einem privaten Unternehmer gehört.

Samstag, 28. November 2020

Bewegungsmangel in Coronazeiten?

Überall ist zu lesen, dass durch den Lockdown der Bewegungsmangel zunimmt, die Menschen an Gewicht zunehmen und keine Bewegung machen. Durch den Wegfall der Vereinsaktivitäten wird die Gesundheit der Österreicherinnen und Österreicher gefährdet, durch die mögliche Sperre der Skilifte werden Hunderte ihrer Bewegung beraubt.

Okay, aber stimmt dies denn wirklich?

Ich laufe seit vielen Jahren, fahre mit dem Rad und mache aktiv Triathlon! Bei meinen täglichen Runden bin ich noch nie so vielen Menschen begegnet, die auf den Berg wandern gehen, die mit dem Mountainbike unterwegs sind, oder die sich auf die Laufstrecke wagen. Unsere Vereinsmitglieder - Bereich Hip Hop, Ballett, Showdance - tanzen alle mit großer Begeisterung online mit unseren Trainerinnen und Trainern zuhause und sind weiter in Bewegung.

Es wird gewandert, gelaufen, mit dem Rad auch ins Büro und zum Einkauf gefahren, die Berge sind bewandert wie noch nie, Ausflüge mit der engen Familie werden unternommen, Fahrräder sind teilweise ausverkauft.

Vielleicht ist die Zahl derer, die sich in manchen Vereinen tummeln etwas zurück gegangen, sicherlich auch die Zahl der Personen, die im Fitnessstudio trainieren, aber outdoor ist so viel los wie noch nie.

Jetzt gilt es diesen „drive“ aber auch beizubehalten und zu nutzen und mit den bestehenden Angeboten in „nicht Coronazeiten“ zu kombinieren, damit noch mehr Menschen Bewegung und Sport als Alternative zu TV und Handy erkennen.

Neue Möglichkeiten, neue Chancen und vielleicht zurück zu den Wurzeln, als Wandern am Wochenende noch „in“ Warnung beim Schifahren die Felle aufgezogen wurden!


Dienstag, 3. November 2020

Verantwortung

Ja, wir tanzen im Herzen weiter und ja, ohne Kunst, Kultur und Tanz wird es still im Land. Wir sind relevant, nicht nur dafür, dass wir selber unseren Lebensunterhalt verdienen, sondern auch dafür unsere Mitarbeiter*innen zu beschäftigen und die Menschen zu Bewegung im Kopf und Körper animieren!

Aber!!!! Wir haben auch eine Verantwortung, eine Verantwortung unseren Gästen, unseren Kunden und der Gesellschaft gegenüber. Eine Verantwortung, die weit über die Grenzen von Clusterbildung in Kunst- und Kultureinrichtungen, weiter über unser Bemühen um Präventionskonzepte, Hyginestandards usw. hinaus geht. Eine Verantwortung der wir uns auch stellen müssen, auch wenn es bedeutet, dass wir im November und wahrscheinlich auch im Dezember noch geschlossen sein werden.

Irgend eine Maßnahme wird man setzen müssen um die Ausbreitung des Virus zu verhindern! Ja ich weiß, überall nur nicht bei uns! In den Schulbussen, bei den Schulen, in den Industriebetrieben, bei den Behörden, beim MNS, beim Contact Racing, bei…..

Bei aller Frustration, die ich empfinde, da auch ich meinen geliebten Beruf nicht ausüben darf und dem Bedauern all unserer Kunden und meist Freunde, die wir immer wieder bei uns haben und mit ihnen schöne, lustige, spannende Zeiten verbringen, kann ich verstehen, dass es uns trifft. Dass „die Wirtschaft“ zu der wir ja auch gehören, irgendwie weiter laufen muss. Die Menschen müssen Geld verdienen um sich uns leisten zu können, um ins Restaurant gehen zu können, um sich einen Urlaub mit oder ohne Kunst, Kultur und Tanz leisten zu können.

Und wenn wir uns unser Land anschauen, sind wir im Verhältnis Wirtschaftsleistung - „Wirtschaftsleistung“ ein dummes Wort, als ob die Wirtschaft etwas leistet und nicht die Menschen - zur Anzahl der Kontakte das geringere Übel.

Daher hören wir auf zu jammern, leisten wir unseren Beitrag, bereiten wir uns vor, auf die Zeit danach!

Gleichzeitig erwarte ich mir auch von der Gesellschaft eine Wertschätzung für diesen Verzicht. Einerseits monetär, indem alle unsere Betriebe, egal ob EPU oder KMU, aufgefangen und entschädigt werden und andererseits emotionell. In Zukunft bedarf es eines neuen Umganges mit all den Branchen, die jetzt ihren Beitrag leisten. Dieser darf weder ein Bashing „ihr habt ja den Ausfall ersetzt bekommen, also seid ruhig“ sein, noch ein „ihr gehört nicht zu den systemrelevanten Berufen“.

Wir haben verzichtet und verzichten weiter, wir haben Kunden verloren, die wir vielleicht nie wieder bekommen, wir haben Aufbauarbeit über Jahre verloren, wir haben Kultur verloren, wir haben Kunst verloren. All dies gilt es danach wieder aufzubauen. Mehr davon und nachhaltig, im Sinne von „systemrelevanter Kultur und Kunst und Berufen“.

In diesem Sinne üben wir Verzicht zum Wohle der Gesellschaft im vertrauen auf die Zukunft!


Donnerstag, 30. Juli 2020

Die Umleitung der Donau oder die Sinnhaftigkeit von 22 kW Anschlüssen für E-Autos bei Ein- und Mehrfamilienhäusern

Lasst uns die Donau umleiten, damit jeder Haushalt in Niederösterreich und Wien seinen Swimmingpool innerhalb von 2 min füllen kann, oder ein Glas Wasser in Millisekunden! Blödsinn?! Aber klar! Genau so unsinnig, wie 22 kW oder gar 50 oder mehr kW Anschlüsse bei Ein- oder Mehrfamilienhäusern zu installieren um E- Autos schneller laden zu können. Warum?! Ganz einfach! Autos sind Stehzeuge und keine Fahrzeuge. Zumeist steen die meisten KFZ von 20 Uhr am Abend bis 6 Uhr früh, wenn nicht durchgehend und jeden Tag, so zumindest meist 4 bis 5 Tage pro Woche. D.h. ein E-Auto kann in der Woche ca. 40 bis 50 h laden, um dann für die Fahrt ins Büro, zum Einkauf oder zur Freizeitgestaltung verwendet zu werden. 10 oder 20, vielleicht 50 oder gar 100 km. Da reicht ein 220 V Anschluß, wie für eine Waschmaschine aus, um den Akku genügend zu laden. Dann steht es zumeist wieder 4 bis 8 Stunden und könnte wieder an einen 220 V Steckdose geladen werden. 

Nur dann wenn wir auf Urlaub fahren wollen, beruflich weitere Strecken bewältigen oder aus sonst einem Grund an einem Tag 200 oder 300 km hin und wieder zurück fahren, brauchen wir möglichst schnell zusätzliche Energie in unseren Akkus. Dann ist es sinnvoll Ladestationen an Autobahnen, Durchzugsstrassen außerhalb größerer Städte, bei Restaurants, Cafes oder Hotels zu errichten.

Daher ist die Diskussion um die Möglichkeit von Ladestationen bei Ein- und Mehrfamilienhäusern eigentlich völlig falsch und vermittelt potentiellen E-Autokäufern nur den Eindruck ohne Ladestation keine Chance. Wenn ich die nicht habe, kann ich mein Auto nicht nutzen. Hinzu kommt, dass die Verteilernetze mit einer 220 V Steckdose und der entsprechenden Ladeleistung nicht überlastet werden!

Also bitte nachdenken und vernünftig investieren.


Mittwoch, 24. Juni 2020

Nicht eine Zeile wert


Seit 3 1/2 Monaten steht das Training aller Judokas und aller Tanzsportler. Alle Kontakt- und Kampfsportarten leiden unter einer monatelangen Trainingspause. Meisterschaften werden teilweise auch im Herbst noch nicht durchgeführt werden können, der Tanzsportverband hat bereits alle Staatsmeisterschaften 2020 abgesagt.

Gleichzeitig sind seit 3 1/2 Monaten alle Tanzkurse von Jugendlichen und Singles gestrichen bzw. verlegt worden, auf später, oder wann auch immer. Ballvorbereitungen wurden ausgesetzt, Fragen der Maturanten wann Bälle wieder stattfinden können und wie, können nicht beantwortet werden.

Jetzt auf einmal, ganz plötzlich verkündet - so zumindest das Ministeriums für Kultur, Sport und Öffentlicher Dienst - sind alle, wirklich alle Sportarten indoor wieder möglich. Judokas können wieder trainieren, Tanzsportler wieder mit ihren Tanzpartnern tanzen, dadurch - aufgrund der Gleichbehandlung - Jugend- und Singlekurse wieder abgehalten werden und Ballvorbereitungskurse wieder starten. Aber!!!!!

Dies ist manchen Zeitungen nicht eine Zeile wert!

Wieviele Zuschauer bei einem Fußballspiel sitzen, ob Handball- und Volleyballspiele von 1000 oder 1200 Zuschauer besucht werden können, ist die einzige Frage, die die Kleine Zeitungen die Presse bewegt?

Ja ich verstehe, es geht um die Finanzierung der Vereine, verstehe ich, ist wichtig! Aber viel wichtiger sollte es doch sein, dass tausende Jugendliche, Erwachsene Sport betreiben und nicht zuschauen, sondern selber etwas tun, sich selber bewegen!

Jetzt wird schon das Zuschauen nur mit 10% besteuert, die Sportausübung aber mit 20%, der Konzertbesuch normalerweise mit 13%, jetzt mit 5%, jetzt wird auch noch die Möglichkeit der Sportausübung verschwiegen?

Wann startet hinter den Aufrufen zu mehr Bewegung endlich einmal das Bewusstsein, dass die Bewegung, die Sportausübung im Zentrum stehen sollte und nicht das Zusehen? Die Wiederöffnung der Kultur ist und war seitenlanges Thema. Wichtig, denn wir leben nicht nur vom Brot allein, aber auch nicht von der Kultur alleine. „No sports“ zeugt genau sowenig von einem menschenwürdigen Leben wie „Kunst und Kultur interessieren mich nicht“!


Mittwoch, 29. April 2020

Wir leben nicht vom Brot allein

Dank unserer guten Versorgung brauchen wir uns - trotz Hamsterkäufen - in Österreich nicht davor zu fürchten in Zeiten der Krise zu verhungern. Vielleicht müssen wir den einen oder anderen Tag auf einen Nachschub von Germ oder Klopapier verzichten, aber für beide Produkte gibt es Alternativen!
Aber - das sagt uns schon so ein altes Buch, genannt Bibel - der Mensch lebt nicht vom Brot alleine. Da gibt es mehr, dass wir brauchen um zu leben, zu überleben und noch mehr um glücklich zu sein.
Eines dieser Lebens-, dieser Überlebensmittel ist der Tanz.
Egal ob alleine, paarweise, und der in der Gruppe, ob zuhause, in der Tanzschule, am Ball, in der Disko oder einfach nur am Strand. Tanz ist Ausdruck unserer Lebensfreude, Tanz ist Bewegung, Tanz ist Gruppendynamik, Tanz ist sozialer Kontakt, Tanz ist Sprache, Tanz kann alles sein. Tanz ist alles, alles für uns, die wir uns täglich damit beschäftigen, den Tanz praktizieren, ihn lieben, ihn unterrichten und davon leben. Tanz ist für viele tausende Österreicher ihr Hobby, ihre Freizeitbeschäftigung, ihr Sport und ihre Leidenschaft.
Wir alle leben Tanz und wir hungern.
Wir hungern seit inzwischen 6 Wochen und wir suchen jede Gelegenheit unseren Hunger zu stillen. Wir machen livestreaming, tanzen miteinander im Internet, machen Videos, zeigen Schritte, machen alles was möglich und erlaubt ist. Aber trotzdem bleibt unser Hunger aufrecht, denn all dies ist wie Astronautennahrung, hoch konzentriert vielleicht, geschmacklos, gerade genug um uns am Leben zu halten.
Aber lange werden wir es nicht mehr aushalten, lang können wir nicht mehr hungern!
Wir, die Tänzerinnen und Tänzer, brauchen dringend eine Perspektive, wir müssen wissen wann wir wieder eine Chance haben zu tanzen! Damit wir zumindest etwas machen, dass auch mit dem Tanz möglich ist: Traumtänzer zu sein und über den Wolken herumzutänzeln uns vorzustellen wie wir wieder tanzen, alleine, mit Freunden, mit Bekannten, mit Unbekannt, ganz egal, einfach nur TANZEN!

Bleib daham und kauf regional


Kaufen wir doch unsere Produkte vom Bauern um die Ecke, bauen wir unsere eigene Industrie für Schutzmasken, Gummihandschuhe, Beatmungsgeräte, Intensivbetten, Schutzmäntel, Plastikmasken, …. usw. auf. 
Guter Ansatz, aber er geht irgendwie zu weit! 
CO2 Ausstoß zu besteuern, gut, damit sollten wir leben können und damit werden auch manche Produkte teurer, die nicht aus der Umgebung kommen. Manches Fleisch wird mehr kosten, selbst vom Bauern ums Ecke, da seine Futtermittel vielleicht aus Italien, Argentinien oder Brasilien kommen. Manche Tomate wird teurer, die eben aus Israel oder Spanien kommt und mancher Supermarkt wird kleinere Regale brauchen.
Wie weit aber wollen wir damit gehen? Dann wäre es doch auch gerechtfertigt zu sagen Urlaub im eigenen Land!? So wie die Bundesregierung es jetzt vorschlägt!
Aber ist es nicht schizophren, wenn wir gleichzeitig fordern, dass die Deutschen Gäste nach Österreich dürfen?
Wenn wir dann - wie gestern gehört - in so vielen Bereichen der Umwelttechnologie Weltmarktführer mit unseren Betrieben sind, wie sollen wir dann diese Technologie exportieren, wenn die anderen Ländern auf ihre eigene Technologie setzen? Weltmeister für Österreich? Wie klein kann dann ganz schnell die Welt werden!
Sollten wir nicht den Aspekt der Welt immer mitbedenken, oder zumindest den Europas? 
Sollten wir uns hier nicht besser abstimmen und miteinander arbeiten, mehr als bisher und nicht weniger.
Heute betrifft uns Corona in Österreich, morgen in Europa und nächste Woche werden wir feststellen, dass uns Corona in Afrika mindestens so stark beschäftigen wird, wie in Deutschland oder Schweden! Und dasselbe gilt für Südamerika!
Regional und Global sind keine Gegensätze sondern Teile eines großen Puzzles!

Was ist wirklich wichtig

Noch 34 Tage Unterricht bis Schulende, jeder Tag muss genutzt werden! Kinder haben viel Zeit verloren, ihre Entwicklung wird deutlich hinter allen Kindern der letzten Jahre zurück liegen. Ein Übertritt an andere Schulen wird unmöglich sein, besser alle sollten die Schulklasse wiederholen um den Stoff der letzten Wochen nachholen zu können!?
Diesen Eindruck bekommt man, wenn man manche Kommentare oder Leserbriefe in diversen Zeitungen liesst. Nichts davon ist richtig, nichts davon ist real!
Würde es stimmen, müsste Italien eine totale Verdummung bevorstehen!!
Was jetzt wichtig ist, wenn wir die Schulen schon unbedingt aufsperren wollen, ist Bewegung, Musik, Unterricht auf der Basis Distance Learning und Unterricht über das Corona Virus und wie es allen damit gegangen ist.
Jetzt sinnlos zu versuchen „verlorenen Stoff“ nachzuholen, würde bedeuten Distance Learning hätte nicht stattgefunden, hätte nicht funktioniert! Jeder Unterricht der Lehrer in den letzten Wochen über Internet wäre sinnlos und unnütz gewesen, die Bemühungen der Eltern ohne Sinn und Verstand! Warum hat man dies dann überhaupt gemacht, warum die Bemühngen, warum freie Laptops an die Schüler? ja einige Schülerinnen und Schüler wurden nicht erreicht, wenige um die man sich kümmern muß! Aber gibt es die nicht auch im Regelschulwesen? Gibt es nicht auch die notorischen Schulschwänzer, bei deinen weder Bestrafung der Eltern, noch Sozialhilfe etwas bringen? 
Bewegen wir doch unsere Kinder gerade jetzt! Raus in den Schulhof und Bewegungseinheiten, es muss ja nicht Fußball sein, es geht auch ohne Kontakt!
Musikunterricht, ja warum denn nicht, man muss ja nich unbedingt singen! Musik hören und lernen was ein Rhythmus ist, was Schlaginstrumente sind oder wie ein Orchester funktioniert! Kulturland Österreich, welch ein Niedergang!
Und wie sieht es mit den Kindern aus, wie haben sie die Zeit überstanden, wenn sie schon die letzten Wochen nicht mit ihren Freunden und er Schule darüber reden konnten, dann bitte ist jetzt die Zeit dazu und wo? Na in der Schule! Fürs Leben lernen wir doch, oder?

Bonus für Pflegekräfte - falsches Zeichen

In Deutschland steht der Beschluss, in Österreich wird darüber diskutiert. Pflegekräften und Handeslangestellten sollen einen Bonus zu bekommen. Wofür? Dafür, dass sie in den Zeiten der Corona Krise ihren Job gemacht haben! Könnte man so sagen und eigentlich verlangt man dies von jedem Mitarbeiter, Angestellten, Arbeitr, eben einen Job zu machen und dafür auch eine Bezahlung zu bekommen. Was aber veranlaßt uns jetzt dazu einen Bonus gut zu heissen? Was haben diese Berufsgruppen jetzt anders gemacht, als vor 6 Monaten oder im letzten Jahr? Nichts haben sie anders gemacht, aber warum dann der Bonus!
Ganz einfach es ist unser schlechtes Gewissen! Jetzt auf einmal sind Pflegekräfte und Handelsangestellte in allen Medien, wird über ihre Arbeit, ihre Aufgaben berichtet. Jetzt wird uns klar, dass sie für ihre Aufgaben zu wenig verdienen, für ihre Verantwortung viel zu gering entlohnt werden! Und was tun wir - geben wir einen Bonus. Picken wir ein Pflaster drauf und wird schon wieder gut! Anstatt die Ursache zu behandeln, die schlechte Entlohnung! Wenn wir wirklich helfen wollen, wenn wir uns wirklich bedanken wollen, dann reden wir über die Entlohnung der Pflegekräfte und Handelsangestellten! Aber vergessen wir dabei nicht, dass dies auch uns etwas kosten wird - höhere Preise im Lebensmittelhandel und höhere Kosten in der Sozialversicherung! Nicht auf die Unternehmen ausreden, auch die müssen überleben können! Aber hier zeigt sich eben die Solidarität dann wirklich!


Mittwoch, 1. April 2020

Unternehmer - Risiko - Verantwortung

In den letzten Tagen fordern immer mehr Unternehmerinnen und Unternehmer so schnell wie möglich wieder in den Normalbetrieb zurück zu kehren. Sie nennen Schweden als Beispiel und berufen sich auf „Herdenimmunität“, „Durchseuchung“ und Schäden, die jenseits von Corona für die Menschen vorhanden sind, wie Arbeitslosigkeit, häusliche Gewalt u.ä. Mitunter werden Vergleiche zu „normaler Grippe“ oder anderen Epidemien oder Pandemien der Vergangenheit gezogen und damit Corona relativiert.
Manchmal erscheinen diese Forderung hart und wenige einfühlsam.
Was ist aber der Hintergrund dafür? Jetzt könnte man einwenden, dass Unternehmerinnen und Unternehmer prinzipiell herzlos seien und generell nicht auf ihre Mitarbeiter schauen, dies wäre aber eine vollkommene Verkennung der Tatsachen.
Die eigentliche Ursache kann einerseits in der Angst um die eigene Existenz sein, eine verständliche Angst, und andererseits der Umstand, dass es Unternehmer gewohnt sind Risiken einzugehen. Diese Bereitschaft zum Risiko, zum mehr oder weniger einschätzbaren Risiko, ist ein wichtiges Kriterium, um sich als Selbständige/r behaupten zu können. Dieses Risiko ist und sollte aber ausschließlich auf sich selbst beschränkt sein und hier ist das Problem. Als Unternehmer, Unternehmerin ist man das Risiko gewohnt! Dieses Risiko kann man aber immer nur für sich selber eingehen. Ich kann entscheiden, ob ich etwas produzier, verkaufe oder anbiete und auf Einschätzung und Erfahrung hoffen. Dieses Risiko kann ich aber nicht für den Anderen, für die Andere eingehen. 
Hier ist Zurückhaltung gefragt und Mitverantwortung. Verantwortung, die ebenfalls Teil des Unternehmertums ist. Ohne diese Verantwortung den Mitarbeitern und der Allgemeinheit gegenüber ist Unternehmertum ebenfalls nicht zu denken.
Daher ist gerade jetzt dieser Aspekt der, der Verantwortung der zentrale Aspekt.
Das Risiko muss minimiert werden, so weit es irgend geht und dies versucht die Regierung mit ihren Maßnahmen zu erreichen.

So schwer es auch sein muß müssen wir als Unternehmer zu Unterlassen werden aus Verantwortung gegenüber der Gesellschaft.