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Donnerstag, 5. März 2020

Vernunft - Emotion


Schulen schließen, Veranstaltungen absagen, Vorräte hamstern, gleichzeitig Grenzen dicht machen, Grenzen öffnen, hart bleiben, nicht erpressen lassen….
Emotionen beherrschen die Diskussionen, die Vernunft tritt in den Hintergrund!
Gerade jetzt ist es wichtig mit Vernunft und Besonnenheit  zu agieren. Nachzudenken, abzuwägen und Lösungen zu suchen und zu finden. Dies gilt einerseits für den neuen Virus, denn wir müssen nicht alle Schulen schließen, oder Einreisebeschränkungen erlassen, wir dürfen aber auch nicht sorglos mit dem neuen Virus umgehen. Hände waschen, vielleicht ein Küsschen weniger bei der Begrüßung und Nudeln haben wir sowieso zuhause! 
Dies gilt andererseits auch für die Flüchtlinge an der Grenze zu Griechenland. Wir sollen uns nicht erpressen lassen, richtig, aber wir sollen auch nicht unsere Augen verschließen. 
Wie können wir vernünftig das Problem auch längerfristig lösen, ohne unser gesellschaftliches Zusammenleben zu gefährden? Hilfe vor Ort - und dies heißt nun einmal Türkei, egal ob wir Erdogan mögen oder nicht - kontrollierte Zuwanderung in die EU ermöglichen und diplomatischen Druck auf alle Beteiligten um den Krieg in Syrien zu beenden.
Leicht wird es nicht, aber mit Vernunft läßt es sich vielleicht lösen, mit Emotionen sicherlich nicht. Hier liegt auch die Verantwortung der Medien. Emotionen lassen sich gut verkaufen, Vernunft bedarf eines Nachdenkprozesses. Den zu unterstützen und zu ermöglichen ist aber die Aufgabe der Medien. Reine Berichterstattung ist nicht die Aufgabe  des Journalismus, da genügt eine fix installierte Kamera an der Grenze. 

Daher meine Bitte an die Politik vernünftig zu agieren - in beiden Fällen - und an die Journalistinnen und Journalisten vernünftig zu berichten und die Hintergründe zu beleuchten und an die Mitmenschen die Informationen auch zu bedenken! Danke

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